lambda space – das erste digitale queere Jugendzentrum

Schlagwörter Jugend Selbsthilfe Beratung
© DAH | Bild: Renata Chueire

Anfang Dezember 2025 hat das Jugendnetzwerk Lambda e.V., die bundesweite Selbstorganisation von und für queere junge Menschen, ein neues Online-Angebot veröffentlicht: lambda space: Ein digitaler Schutzraum für queere Jugendliche in Deutschland. Hier ein kurzer Überblick:

In Deutschland haben laut Lambda rund 30 Prozent der queeren Jugendlichen keinen Zugang zu Strukturen der queeren Jugendarbeit. Besonders im ländlichen Raum klaffen große Lücken. Selbst wenn Angebote vor Ort existieren, verhindern Hürden wie die Angst vor einem ungewollten Outing, mangelnde Barrierefreiheit oder soziale Hemmschwellen oft den Besuch.

Um diese Lücke zu schließen, ist nun Deutschlands erstes digitales queeres Jugendzentrum gestartet: lambda space.

Das Projekt hat es sich zur Aufgabe gemacht, allen queeren Jugendlichen zwischen 14 und 26 Jahren einen „Safer Space“ zu bieten – einen sicheren Raum, an dem sie sich verstanden und akzeptiert fühlen, unabhängig von ihrem Wohnort oder ihrer zeitlichen Verfügbarkeit.

Nick Hampel, Stellvertretende Geschäftsführung des Netzwerks sagt dazu:

„Auch mit Blick auf die immer queerfeindlicher werdenden großen Sozialen Medien möchten wir mit lambda space einen digitalen Alternativort schaffen, der sich an den Bedürfnissen queerer junger Menschen orientiert.“

Was findet man auf lambda space?

Die Plattform fungiert als Ergänzung zu analogen Angeboten und bietet einen niedrigschwelligen ersten Kontaktpunkt. Jugendliche können:

  • Sich vernetzen und austauschen: Ob im direkten Chat, in selbst gestalteten Gruppenräumen oder über einen personalisierten Feed, der über lokale Ereignisse informiert.
  • Privatsphäre wahren: Die Nutzer*innen entscheiden selbst, wie viel sie von sich preisgeben, und können die Plattform pseudonym nutzen.
  • Unterstützung finden: Ein Forum ermöglicht den Peer-to-Peer-Austausch, bei dem auch anonym Fragen gestellt werden können. Zudem listet die Plattform qualifizierte, digitale Beratungsangebote und vermittelt bei Bedarf aktiv dorthin.

Das digitale Jugendzentrum ist eingebettet in ein Sicherheitskonzept, das aus einer lokal betriebenen KI („JuKI“), einem geschulten Moderationsteam sowie verifizierter Profile besteht.

Mehr Informationen

finden sich im aktuellen Flyer sowie bei Lambda: